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Die unterschiedlichen Arten der Überwachungskameras erklärt

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Auf dem Markt sind eine Vielzahl von Überwachungskameras erhältlich. Je nach Einsatzgebiet und Verwendungszweck benötigt man unterschiedliche Arten von Überwachungskameras. Sie unterscheiden sich durch

- Signalübertragung

- Bauweise

- Zusatzfunktionen

- Preis

Analoge Überwachungskameras

Analoge Überwachungskameras nutzen für das Filmen von bewegten Bildern das sogenannte Zeilensprung-Verfahren (Interlaced), das bereits seit den 1960er Jahren in der analogen Video- und Fernsehtechnologie zum Einsatz kommt. Wie der Name schon verrät, werden die Bilder beim Zeilensprung-Verfahren zeilenweise bewegt, wobei ein Elektrodenstrahl das jeweilige Bild Zeile für Zeile abtasten.

Da bei diesem Verfahren lichtempfindliche Materialien verwendet werden, wird der Elektrodenstrahl immer weiter geleitet. So springt er quasi vom Ende des einen Bildes auf den Anfang des nächsten, wodurch auch der Name Zeilensprung entstanden ist.

PAL-Überwachungskameras

Diese Kamera Art ist kabelgebunden und richtet sich nach dem alten Fernsehstandard PAL, das für Phase Alternative Line steht. PAL ist in der Lage, 25 Bilder (Frames) in der Sekunde zu erzeugen, wobei die Bildbreite 4:3 beträgt. PAL findet lediglich in der Bundesrepublik, Brasilien und Chile Anwendung. Somit handelt es sich bei den analogen Kameras um PAL-Fernsehkameras, die bei etwa 575 TV-Linien die größte PAL Auflösung erreicht, die überhaupt dargestellt werden kann. Eine Überwachungskamera, die zwischen 540 – 700 TV-Linien erreicht, bietet also PAL Fernsehqualität. Verfügt eine Kamera über lediglich 420 TV-Linien, bietet sie einen etwa 10 Prozent unschärferes Bild. Bei 320 TV-Linien wird das Bild mit etwa 20 Prozent weniger Schärfe präsentiert, was etwa mit der VHS-Videoqualität zu vergleichen ist.

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Der Vorteil einer PAL-Überwachungskamera ist, dass sie ruckelfreie Bilder liefert. Der Nachteil jedoch ist, dass jede Überwachungskamera ein eigenes Koaxialkabel benötigt.

Die Alternative zu den PAL Kameras: HD-SDI

HD-SDI bedeutet „High Definition Serial Digital Interface“. Auch für diese Technologie wird ein Koxialkabel benötigt, allerdings liefert sie hochauflösende Bilder und auch Ton sowie noch weitere Daten. Da auch dieser Überwachungskameras die PAL-Kabel nutzen, besteht die Möglichkeit, die analogen PAL-Kameras Schritt für Schritt durch neue HD-SDI Systeme zu ersetzen. Hierdurch werden unter Umständen hohe Kosten eingespart. HD-SDI Überwachungskameras sind seit dem Jahr 2012 erhältlich.

Die digitalen Überwachungskameras

Für die Speicherung sowie die Farbfilterung benötigt eine digitale Überwachungskamera die CMOS- oder CCD Chips. Die Entwicklung der digitalen Überwachungskamera wurde insbesondere wegen der Notwendigkeit der digitalen Speichermedien wie

Festplatte

SD-Karte

USB-Stick

vorangetrieben. Eine digitale Kamera besitzt die Fähigkeit, analoge in digitale Signale

Netzwerk- und IP-Kamera

Netzwerkkameras können direkt mit einem lokalen Netzwerk (LAN= Local area Network) verbunden und dann an das Internet angeschlossen werden. Um Bild- und Tonsignale empfangen und bearbeiten zu können, und sie bei Bedarf auch per email, SMS oder MMS zu verschicken, sind in die digitalen Kameras bereits Computercomponenten wie CPU, RAM oder Flashspeicher integriert. Netzwerkkamers verfügen über die Fähigkeit, auch unabhängig von anderen Rechnern zu arbeiten. Um sie mit dem Internet zu verbinden, schließt man sie direkt an den Router an. Eine digitale Kamera lässt sich aber mit einem integrierten Video-Web-Server auch noch erweitern und wird mit entsprechender Software zu einem FTP-Server, so dass die Daten auch auf virtuelle Webspeicher transferiert werden können. Die Datenübertragung im Internet erfolgt über die IP-Adresse, also das Internet-Protokoll, weshalb die Netzwerkkamera auch als IP-Kamera bezeichnet wird. Diese Kameras können je nach Hersteller mit vielen Zusatzfunktionen bestückt werden

Bewegungserkennung

PTZ-Funktion

Aufzeichnung

Alarmfunktion

Updates

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Die Funk- und WLAN Kamera

LAN-betriebene Kameras sind inzwischen auch als WLAN, also wireless = kabellos, erhältlich. Allerdings sollte man nicht mehr als drei IP-Kameras an ein WLAN angeschlossen werden, was wiederum von der Qualität sowie der Reichweite abhängig ist. Von großer Wichtigkeit ist, dass der Empfangspegel am Installationsort wenigstens 60 Prozent beträgt und es sollte außerdem kein weiterer intensiver Datentransfer im jeweiligen Bereich erfolgen. Je näher die jeweilige WLAN-Kamera sich am zuständigen Router befindet, desto weniger häufig ist mit Störungen in der Verbindung zwischen diesen beiden Geräten zu rechnen.

Gleichgültig ob Funk- oder WLAN-Kameras, beide Arten funktionieren ohne Kabel. Innerhalb von Gebäuden beträgt die Reichweite zwischen 10 und 30 Metern. Es besteht zwar die Möglichkeit, die Reichweite mit einem WLAN-Repeater zu erhöhen, allerdings verliert der Empfang hierbei an Stärke und sowohl die Geschwindigkeit des Downloads als auch die des Uploads kann empfindlich sinken.

Zuletzt vor 139 Tagen aktualisiert von Claudia Schöller

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