Home > Den Wert einer Immobilie inkl. Senkrechtaufzug richtig einschätzen

Den Wert einer Immobilie inkl. Senkrechtaufzug richtig einschätzen

image

Die eigene Immobilie gilt gerade in Krisenzeiten vielen Deutschen als gute und sichere Investition. Nach einer Umfrage des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) sind die Sorge vor Geldentwertung und die Einschätzung der Immobilie als sichere Anlageform für 43 Prozent der Käufer der Hauptgrund für den Erwerb einer Immobilie.

Doch auch Immobilien sind Marktschwankungen unterworfen. Gerade in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten können sich die Kaufpreise verändern. Das eigene Heim kann an Wert gewinnen, wenn sich die Infrastruktur in der Nachbarschaft verbessert. Oder es verliert an Wert, wenn sich die Infrastruktur in der Nachbarschaft verschlechtert.

Für Hausbesitzer empfiehlt es sich daher, Informationen über den Wert ihrer Immobilie zu sammeln. Viele überschätzen den Wert ihres Hauses. „Zum einen fällt es Privateigentümern mangels Erfahrung schwer, ihre Immobilie realistisch zu bewerten. Zum anderen spielen für Privateigentümer die ideellen Werte eine große Rolle, die eine objektive Einschätzung erheblich erschweren" weiß Barbara Koch, Immobiliengutachterin aus Ettlingen. Doch Extra Einbauten wie einem Senkrechtaufzug beispielsweise erhöhen den Marktwert durchaus.

image

Nicht nur für den Kauf bzw. Verkauf bietet die Bewertung der Immobilie eine sehr gute Hilfestellung. Bei Schenkungen oder Scheidungen, Vermögensaufteilung oder Erbstreitigkeiten ist es hilfreich, den Marktwert des Hauses oder Eigentumswohnung zu kennen.

Anhaltspunkte über die aktuelle Marktlage in der Region bieten Inserate in Tageszeitungen oder auch Immobilienseiten im Internet. Hauseigentümer finden darin Informationen über vergleichbare Objekte mit ähnlicher Ausstattung, Lage und Alter. ABER: bei diesen Preisen handelt es sich um Wunschvorstellungen. Der tatsächlich erzielte Verkaufpreis sieht oft ganz anders aus.

Nützliche Informationen geben auch die Gutachterausschüsse der Gemeinden. Sie führen eine Kaufpreissammlung und errechnen daraus den Bodenrichtwert. Hier können sich Kaufinteressenten und auch Hauseigentümer über die tatsächlichen Marktpreise informieren. Neben dieser allgemeinen Information fließen der Zustand, die Ausstattung, die Bausubstanz, das Umfeld und der Renovierungsbedarf in eine objektive Bewertung ein.

image

Es empfiehlt sich immer, einen unabhängigen Gutachter für die Bewertung der Immobilie heranzuziehen. An ein Gutachten, das später auch von einer Bank oder Finanzierungsgesellschaft, von Gerichten, Behörden und Versicherung anerkannt wird, werden hohe Ansprüche gestellt. Es muss einen qualifizierten Überblick über die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Grundstücks und der Immobilie bieten. Es basiert auf umfangreichen Informationen, die nachprüfbar, nachvollziehbar und auch für Nichtfachleute transparent dargestellt sein müssen.

Eine fachkompetent erstattete Expertise enthält die vollständige Angabe aller Informationsquellen, die komplette Darstellung der Untersuchungen und die Dokumentation aller ermittelten Daten. Dazu gehört eine exakte Grundstücksbeschreibung mit Lage, Umgebung, Erschließung, tatsächlicher und zulässiger Nutzung. Rechte und Belastungen, die auf dem Grundstück liegen, werden ebenfalls erläutert und bewertet. Die Baubeschreibung enthält Bauweise, Bauzustand des Hauses und der Außenanlagen.

image

Außerdem informiert das Gutachten über das gewählte Wertermittlungsverfahren. In der Regel wird ein zweites Bewertungsverfahren zur Plausibilisierung noch dargestellt. Dazu gehören Bodenrichtwert und Bodenwert, Vergleichspreise und Ertragswerte. Ein Gutachter wird sich auch immer die zu bewertende Immobilie selbst anschauen.

,

Zuletzt vor 187 Tagen aktualisiert von Marie V.

Aktionen